Wie oft gießt man Kakteen?

Ein Kaktus zählt zu den Pflanzen, die mit am pflegeleichtesten sind aufgrund ihres Gießverhaltens. Kakteen sind dazu in der Lage, die Flüssigkeit in ihren Blättern und Stämmen zu speichern.

Das richtige Wasser zum Gießen verwenden

Wie oft gießt man Kakteen

Bei Kakteen sollte man entweder Regenwasser oder ausschließlich entkalktes Wasser verwenden. Das herkömmliche Trinkwasser ist oftmals zu hart, um für Kakteen angewendet zu werden. Wenn man jedoch eine Wasserleitung hat, in der der Härtegrad unter 14 Grad dH fließt, kann man auch ohne eine Verbesserung am eigenen Wasser vorzunehmen, dieses Leitungswasser verwenden.

Wichtig ist ebenfalls, dass man beim Enthärten des Wassers nicht auf chemische Produkte zurückgreifen muss, sondern Torf hilft, dieses zu enthärten.

Der Jahresplan

Kakteen werden zu den verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich oft gegossen. Das liegt daran, dass Kakteen aus warmen Gebieten kommen und sie in der Wüste hauptsächlich auf durchlässigem Boden leben.

Im März bis Oktober benötigen Kakteen die meiste Pflege. Diese Periode wird als Hauptwachstumszeit bezeichnet und nur in dieser Zeit dürfen Kakteen gegossen werden. Das heißt jedoch nicht, dass diese dann besonders oft gegossen werden müssen. Zu viel gießen ist ein Fehler, den man bei Kakteen nicht machen sollte.

Als Faustregel kann man sagen, dass Kakteen nur gegossen werden sollten, wenn die Erde trocken ist. Das könnte einmal im Monat der Fall sein.

Im Winter werden Kakteen gar nicht gegossen. Sie sind in der Winterruhe und brauchen kein Wasser zu diesem Zeitpunkt.

Jedoch kann man das nicht auf alle Kakteen beziehen. Manche Arten wie die Schlumbergerea oder Rhipsalis benötigen einmal im Monat einen Schluck Wasser. Es kommt somit auf die Kakteenart an, da man nicht alles verallgemeinern kann.

Die gesunde Mischung machts

Wie oft ein Kaktus gegossen werden muss, hängt desgleichen von den Umwelteinflüssen ab. Wenn man dem Kaktus einen warmen Platz mit Südseite bieten kann, den Kaktus düngt, öfter gutes Wetter ist und die Erdmischung passt, kann ein Kaktus auch häufiger gegossen werden.

Was auf jeden Fall vermieden werden sollte, ist das Überwässern der Kakteen. So entsteht häufig die sogenannte Staunässe und der Kaktus beginnt an den Wurzeln zu faulen. Der gesamte Kaktus fängt an, von unten nach oben zu verfaulen und stirbt somit ab.

Jedoch sollte das zu wenig gießen, auch nicht unterschätzt werden. Viele Menschen sind der Meinung, dass Kakteen Wüstenpflanzen sind und deswegen gar nicht gegossen werden müssen. Doch auch in der Wüste gibt es Wasser, damit die Kakteen Nährstoffe aufnehmen können.

Verschiedene Gießmethoden

Zum einen kann man die Kakteen von oben gießen. Das H₂O läuft von der Erdoberfläche zu den Wurzeln. Es wird so viel gegossen, bis das Wasser unten aus dem Topf herausläuft. Somit ist die einzuhaltende Gießmenge erreicht.

Das Anstauen gehört zu der zweiten Gießmethode. Bei mehreren Kakteen zählt diese Behandlungsweise zu den effektiveren. Die Kakteen stehen bei dieser Methode in einer Schale oder in einer Wanne, die mit Wasser gefüllt wird. Es wird so viel Flüssigkeit hinzugegeben, bis die Erde der Kakteen befeuchtet wird.

Das Wasser wird bei dieser Methode von unten nach oben aufgesaugt. Wichtig ist hier zu beachten, dass das Restwasser abgelassen werden muss, wenn dieses in der Schale stehen bleibt, da es sonst zur Staunässe kommen kann.

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