Weihnachtsstern – Euphorbia pulcherrima

Hierzulande kennt man den Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) als stimmungsvolle Weihnachtsdekoration und beliebtes vorweihnachtliches Geschenk. Der Grund dafür, sind seine farbigen Hochblätter, die in einem strahlenden rot leuchten. Irrtümlicherweise werden diese Hochblätter, die auch als Brakteen bezeichnet werden, meist für die Blüten gehalten, die tatsächlich sehr unscheinbar sind.

Mittlerweile gibt es Züchtungen, die cremefarbene oder marmorierte, rosafarbene oder zweifarbige Hochblätter tragen, und zur Vorweihnachtszeit im Handel angeboten werden. Oft werden die Brakteen zusätzlich noch mit Glitzerspray oder farbigen Sprays verziert.

Systematik

  • Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
  • Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
  • Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
  • Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
  • Art: Weihnachtsstern

Weihnachtsstern – Euphorbia pulcherrima

Weihnachtsstern - Euphorbia pulcherrima

Beheimatet ist der Weihnachtsstern ursprünglich entlang der Pazifikküste Mittelamerikas. Doch in dieser Form ist er selbst dort äußerst selten. Zwischen der echten Wildform und den Varianten, die wir aus dem Handel kennen, gibt es recht deutliche Unterschiede. In seiner wilden Form stellt er sich als 4 bis 5 Meter hoher, ausladender Strauch dar.

Die Weihnachtssterne, die wir als Zimmerpflanzen kennen, sind gärtnerisch kultiviert und entsprechend kleiner in ihrer Wuchsform.

Die Pflanze zählt zu den immergrünen Pflanzen. Verletzt man z.B. die Zweige, dann tritt eine weiße, milchige Flüssigkeit aus. Typisch für Pflanzen die zu den Wolfsmilchgewächsen gehören. Aber Achtung!!! Genau diese milchige Flüssigkeit macht den Weihnachtsstern giftig, insbesondere für kleine Haustiere.

Bei Menschen kann es zu allergischen Reaktionen bei Hautkontakt mit der Milch kommen.

Die Blätter sind wechselständig angeordnet und schwach behaart. Auf der Oberseite sind die Blätter dunkelgrün, während die Unterseite meist heller ist. Bei den kultivierten Arten sind die Ränder der Blätter meist auch leicht gezähnt.

Weihnachtsstern als Zimmerpflanze

Weihnachtsstern als Zimmerpflanze

Wie pflege ich einen Weihnachtsstern richtig?

Der Weihnachtsstern ist als Zimmerpflanze nicht ganz unkompliziert. Er ist sehr empfindlich und wählerisch was seinen Standort betrifft. Schon direkt nach dem Kauf ist darauf zu achten, dass der Weihnachtsstern gut eingepackt wird, z. B. mit Zeitungspapier, damit er den Transport durch die winterlichen Temperaturen gut verkraftet. Zu Hause angekommen, muss ein geeigneter Platz gefunden werden.

Ideal ist ein heller und warmer Standort, der weder durch Zugluft beeinträchtigt wird, noch der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Auch über oder direkt neben Heizkörpern fühlt sich der Weihnachtsstern nicht wohl.

Temperaturen unter 15 Grad und über 25 Grad sind zu vermeiden, Temperaturen dazwischen sind für die Pflanze am besten.

Wie sollte ich einen Weihnachtsstern gießen?

Auch beim Gießen gibt es Regeln zu beachten. Die Pflanze toleriert keinerlei Staunässe. Im Zweifel sollte besser etwas zu wenig als zu viel gegossen werden. Bereits beim Kauf ist es ratsam auf zu trockene oder völlig durchnässte Erde zu achten. An diesen Pflanzen hat man möglicherweise nur kurz Freude. Durch zu viel Nässe wirft der Weihnachtsstern seine Blätter ab.

Diese Reaktion zeigt er übrigens auch durch einen Standort mit zu viel Zugluft. Bei theatralisch hängenden Blätter kann von zu wenig Wasser ausgegangen werden, was schnell durch direkte Sonneneinstrahlung geschieht.

Wann blüht der Weihnachtsstern?

Der Weihnachtsstern ist eine sogenannte Kurztagpflanze. Das bedeutet, er kann nur blühen, wenn er weniger als 12 Stunden Licht am Tag bekommt. Daher kommt die Zuordnung zur Weihnachtszeit. Hierzulande kann er ab Oktober zur Blüte kommen. Denkbar ist auch ein künstlich erzeugter Lichtentzug, der die Pflanze zum Blühen bringt.

Wenn der Weihnachtsstern an einem dunklen Standort, z. B. einer Kellertreppe, seinen Platz bekommt, färben sich die Hochblätter nach einiger Zeit wieder um. Alternativ kann die Pflanze mit einem großen Karton abgedeckt werden.

Verfahren nach der Saison

Sehr oft wird der Weihnachtsstern nach der Saison an Weihnachten entsorgt. Dies ist jedoch nicht nötig und schade um die Pflanze. Das Gewächs kann in den Sommermonaten draußen stehen, solange es keiner direkten Sonne ausgesetzt ist. Im Herbst ist aufgrund der fallenden Temperaturen ein Umzug ins Haus nötig. Die Blüte der Pflanze ist mehrjährig.

Kinder- und Haustierfreundlichkeit

Unbedingt zu beachten ist, dass der Weihnachtsstern zu den Wolfsmilchgewächsen gehört und somit giftig ist. Bei Beschädigung oder Schnitt der Blätter, tritt eine weiße Flüssigkeit aus, die zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen kann. Von daher sollte ein Kontakt mit kleinen Kindern unbedingt vermieden werden.

Fazit: Weihnachtsstern – Euphorbia pulcherrima in der eigenen Wohnung

Obwohl der Name Weihnachtsstern etwas anderes vermuten lässt, kann man an dieser Pflanze nicht nur zur Weihnachtszeit seine Freude haben. Wenn er nach der Weihnachtszeit seine farbigen, meist roten Hochblätter verliert, kann man ihn ihn zurückschneiden und umtopfen.

Sobald es wieder Zeiten gibt, in denen die Pflanze weniger als 12 Stunden Licht ausgesetzt ist, bringt er neue farbige Hochblätter hervor und beginnt erneut zu blühen. Und das ist hier bei uns ja ab Oktober der Fall. Das kann man natürlich durch Abdecken der Pflanze gezielt provozieren, um eine rechtzeitige Blüte zu erreichen.

Somit ist der Weihnachtsstern eigentlich eine mehrjährige Pflanze und muss nicht nach Weihnachten entsorgt werden.

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