Fleischfressende Pflanzen als Zimmerpflanze

Fleischfressende Pflanzen gehören wohl mit zu den faszinierendsten Pflanzen überhaupt. Sie werden auch als Karnivoren oder Insektivoren bezeichnet. Auf Grund der mangelnden Nährstoffversorgung an ihren Standorten haben sie sich im Laufe der Zeit angepasst und darauf spezialisiert, mit Hilfe ihrer Blätter, kleinere Insekten oder auch andere Gliedertiere zu fangen.

Sogar größere Tiere, wie z.B. Frösche, kommen für manche fleischfressende Pflanzen als Beute in Betracht.

Fleischfressende Pflanzen richtig pflegen

Fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau als Zimmerpflanze

Wenn du eine fleischfressende Pflanze, z.B. eine Venusfliegenfalle, als Zimmerpflanze pflegen möchtest, dann solltest du ein paar Dinge beachten. Jede Art hat ihre eigenen speziellen Ansprüche, aber grundsätzlich kannst du mit ein paar Grundregeln schon vieles richtig machen.

Schauen wir uns mal die wichtigsten Fakten rund um die Pflege fleischfressender Pflanzen im Detail an:

Wie füttert man eine fleischfressende Pflanze?

Die Frage: Wie füttert man eine fleischfressende Pflanze? kann man eigentlich ganz einfach beantworten: Am besten gar nicht. Diese Pflanzenarten sind darauf spezialisiert mit wenig „Nahrung“ auszukommen. Also wenn es bei dir in der Wohnung auch mal die eine oder andere Fruchtfliege oder ähnliche kleine Insekten gibt, werden die sich auch mal auf oder in die fleischfressende Pflanze verirren.

Wenn du sie doch füttern möchtest, dann bitte nicht mit Essensresten. Diese können von der Pflanze nicht verdaut werden und es kommt zu Schimmel und dem Absterben der Pflanze.

Gefüttert werden können fleischfressende Pflanzen mit kleinen, lebenden Insekten. Durch die Bewegungen auf den Blättern wird die Verdauung der Pflanze angeregt und die Nährstoffe können überhaupt aufgenommen werden.

So kannst du den Fang-Mechanismus mal beobachten. Aber du solltest bedenken, dass die Pflanze ihre Blätter nicht beliebig oft auf- und zumachen kann. Das funktioniert nur ein paar Mal und dann stirbt dieses Blatt ab.

Wo sollten fleischfressende Pflanzen stehen?

Der Standort der fleischfressenden Pflanze hängt natürlich auch von der jeweiligen Art ab, denn jede Pflanze hat da so ihre besonderen Vorlieben. Meist ist es aber so, dass fleischfressende Pflanzen es gern sonnig haben.

Allerdings sollte direkte Sonne vermieden werden. Das wäre dann doch etwas zu viel des Guten.

Es gibt aber auch einige Arten, wie z.B. einige Fettkräuter (Pinguicula) sowie Wasserschläuche (Utricularia), die mit normalem Tageslicht oder auch im Halbschatten gut klarkommen.

Sollte sich der Lichtbedarf mit natürlichem Licht nicht realisieren lassen, dann kannst du natürlich mit künstlichem Licht nachhelfen. Im Fachhandel gibt es entsprechende Pflanzenlampen.

Venus Fliegenfalle als Zimmerpflanze

Wie oft muss man eine fleischfressende Pflanze gießen?

Das Thema fleischfressende Pflanzen gießen ist auch etwas heikel. Normales Leitungswasser mögen diese Pflanzen nicht. Am besten nutzt du zum Gießen Leitungswasser, das entkalkt wurde, oder Regenwasser.

Der Bedarf an Wasser ist, je nach Jahreszeit, unterschiedlich. Insbesondere in der Ruhephase im Winter sollten die fleischfressenden Pflanzen kühler stehen und auch nur äußerst sparsam gegossen werden. Es reicht in dieser Zeit einmal pro Monat etwas zu gießen.

Allerdings komplett austrocknen sollte die Pflanze natürlich auch nicht.

Können fleischfressende Pflanzen ohne Fleisch überleben?

So ganz ohne Fleisch, also ohne Insekten oder andere lebende Nahrung geht es nicht. Allerdings musst du dich nicht darum kümmern die Pflanzen regelmäßig zu füttern. So lange es Obstfliegen oder andere Tierchen in der Wohnung gibt, fällt auch genügend Nahrung für die fleischfressenden Pflanzen ab.

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